Ja, schon wieder ein neues Auto
Wir und die Autos. Eigentlich könnte ich damit eine eigene Webseite füllen. Und das ist nur bedingt lustig!
Im März sind wir seit 10 Jahren zusammen. In der gesamten Zeit haben wir schon einige Autos besessen und aus den ganz unterschiedlichsten Gründen wieder abgegeben.
Renault lässt zum Beispiel einfach mal die Seitenscheibe nach unten „fallen“. Unserem Alfa war es im Winter zu kalt. Bei dem einen Roten fiel die Elektronik aus und die Kofferraumklappe öffnete sich nicht mehr, dafür schaltete sich aber der Scheibenwischer ein, wenn er nicht sollte. Den Honda haben wir kaputt gefahren und so weiter und so fort.

Als letztes haben wir es mit einer Mercedes-Limousine versucht. Die Farbe und das Auto selbst finden wir immer noch toll. Allerdings haben wir sehr (also wirklich sehr) schnell festgestellt, dass uns der Honda als SUV doch verwöhnt hat und wir zeitnah einen neuen möchten. Nun ja. Wie das so ist, fällt auch bei uns nicht das Geld von den Bäumen und es war erst ein klärendes Gespräch mit der Bank erforderlich.

Ein bisschen stolz bin ich ja, dass wir uns in diesem Gespräch für die „kleinere“ angebotene Summe entschieden haben. Entschieden hat eigentlich René, da er bei Autos die Recherche durchführt und wußte, in welchem Bereich wir ein passendes Auto finden würden.
Unsere Wunschliste war (auch durch den Honda) doch etwas länger, als erwartet. Schließlich könnten wir ja sonst auch den Mercedes weiterfahren und müssten nicht tauschen:
René bestand auf Automatik – ich find das aber auch toll, wenn er sich beim Fahren etwas entspannen kann und unsere Finger ab und an miteinander spielen können.
Anhängerkupplung – wichtig für unseren Hänger. Wäre natürlich nachrüstbar. Aber kostet dann auch wieder entsprechend extra. Schöner wäre halt, wenn schon vorhanden.
Eine „Farbe“ sollte es haben – hier waren wir uns schnell einig: bitte kein silber, schwarz oder weiß. Ein Blick aus unserem Fenster auf die hier parkenden Autos ist doch eher deprimierend als animierend mit dem Auto mal ne Runde zu drehen. Unseres sollte da anders sein.
Schiebedach – das war ein Wunsch von mir. René hätte durchaus drauf verzichtet. Begründen muss ich das wohl nicht wirklich. Einmal in einem Auto dieses Future nutzen können und seitdem ein „Muss“ für mich.

Die Bank gab uns also das „ok“ und René fand auch direkt ein passendes Auto. Also fast. Eigentlich hatten wir uns auf einen „kleinen“ SUV geeinigt. Doch für unser Budget war das einfach nicht zu haben. Oder es erfüllte nicht die lange Liste unserer Wünsche.
Die Suche wechselte daher recht schnell in die Größe des damaligen Honda. Damit waren wir ja sehr lange happy und wir würden uns sicher auch wieder daran gewöhnen. Diese SUV sind verhältnismäßig günstiger zu haben, als die Kleinen. Der „Ford Kuga“ stand damals schon auf unserer Liste (allerdings kam der Honda ihm zuvor) und daher war ich sofort einverstanden, als René mir einen vorschlug.
Vor allem: dieses Auto hatte alles. Wirklich alles, was wir uns vorgestellt hatten! Einzig der Standort in Dresden war nicht so berauschend. Schließlich nicht direkt um die Ecke. Aber wir sind natürlich hin gerauscht, um es uns anzusehen.

Eine Probefahrt haben wir gemacht. Aber diese hätte es nicht gebraucht: am liebsten hätten wir ihn direkt mitgenommen. Für einen Gebrauchten steht er wunderbar da. Sehr gepflegt und man merkt ihm an, dass der Vorbesitzer ihn echt gemocht hat. Dass er dann irgendwann auf einen neuen Mazda gewechselt ist, kann ich aber auch verstehen 😉 Gut für uns!
Mit dem Autohaus wurden wir uns daher auch sofort einig. Ein paar neue Winterräder mussten noch montiert werden und der TÜV und so aufgefrischt werden. Hat er übrigens ohne jegliche Mängel überstanden. Daher konnten wir den Kleinen aber leider nicht direkt mitnehmen, sondern mussten uns noch 1,5 Wochen gedulden.
Daheim bestand dann allerdings das Risiko, den Wagen in der Zeit nicht angemeldet zu bekommen. Schließlich mussten die Papiere und der TÜV-Bericht noch zu uns (per Post, was durchaus ein gewisses Risiko beinhaltet) und wir brauchten einen Termin bei der Zulassungsstelle. Aber hat alles wunderbar gepasst! Und wir konnten nun per Zug zum Autohaus, um unser Schätzchen einzusammeln und heim zu bringen.
Keine Ahnung, ob das Autohaus die Autos immer so an die Käufer übergibt, oder nur, wenn der Anreiseweg etwas länger ist. Wir haben uns auf jeden Fall sehr wichtig gefühlt und die Spannung stieg echt noch mal ein wenig. Frisch poliert und mit neuen Reifen strahlte er, als ob auch er sich freut, endlich das Autohaus verlassen zu können.

Dank der 1,5 Wochen Wartezeit begleiteten uns keine spiegelglatten Straßen mehr und die Heimfahrt war daher recht entspannt. René ist nun dabei herauszufinden, wofür die ganzen schönen Knöpfe da sind.
Einen haben wir direkt daheim schon getestet: das Auto hat uns angezeigt: „Ja, diese Parklücke ist groß genug für mich“. Nett von ihm, aber eigentlich unnötig, da René das auch direkt meinte. Aber als nörgelnder Beifahrer hatte ich meine Bedenken *hüst.
Wenn ich das richtig verstanden hab, parkt das Auto bei Bedarf auch selbst ein, man muss wohl nur die passende Gangart einlegen. Aber das testen wir dann doch lieber mal bei Tageslicht.

Die Farbe begeistert uns immer wieder neu: je nach Lichteinfall ist es ein kräftiges, helles Rot oder schon fast ein Bordeaux. Nun hoffen wir natürlich, dass uns dieses Rot auch sehr lange begleiten kann!


