Wie war denn so die Hochzeit?

Wie war denn so die Hochzeit?

Die Frage, wie denn so unsere Hochzeit am 18.08. war, haben wir in den letzten Tagen „des Öfteren“ beantwortet. Und immer mit einem:

Super, Klasse, Toll! Genauso, wie wir uns das erträumt hatten!

Eigentlich kann ich also hier auch schon wieder aufhören zu schreiben 🙂 Aber da ich gerne angebe damit, wie es nun im Einzelnen war, sitze ich hier und tipsle etwas vor mich hin…

Eine gute Organisation ist das A und O

Bin ja schon stolz, wie super organisiert wir waren und alles im Vorfeld (und teilweise eine Ewigkeit vorher) schon geregelt war. Dadurch konnten wir ziemlich entspannt dem 18.08. entgegensehen.

Und eigentlich waren wir das auch – bis zu der Nacht vor dem großen Ereignis.

Das erste Mal getrennt

Im Vorfeld fand ich die Idee schon… witzig: wir schlafen die letzte Nacht getrennt und sehen uns erst vor dem Standesamt. Nun ja – an dem Abend fand ich das dann gar nicht mehr so witzig 😉

Mein Fastangetrauter hat den Abend und die Nacht bei Freunden verbracht. Mit entsprechendem Alkohlkonsum und Ablenkung ohne Ende. Das hat bei mir nicht wirklich funktioniert.

Um nicht ein Hotelzimmer buchen zu müssen, habe ich mit Michelle die Nacht in unserer alten Wohnung verbracht. Mit einem Snack-Abendessen und Lucifer anschauen. Und jeder Menge Spaß. Mädelsabend halt. Aber…

Dazu sei aber gesagt, dass die Wohnung da schon leer war. Und die provisorische Schlafstelle war nicht die Bequemste. Und dann war da auch noch die Sache mit meiner Schulter. Keine Ahnung, was die hat(te). Ob zu kalt oder falsch gesessen? Auf jeden Fall bekam plötzlich ich recht häftige Schmerzen. Passte ja auch: Freitag Nacht, keine Wärmflasche, keine Schmerzsalbe zur Hand und die Schmerztablette wollte auch nicht helfen. Meinen Zukünftigen brauchte ich nicht um Hilfe bitten – schließlich war mir klar, dass er getrunken hatte. Außerdem wurde ihm das Handy abgenommen 😉 Egal, wie ich mich legte, setzte oder umherlief: die Schmerzen waren echt… krass…

Michelle massierte ganz fleißig und kurzzeitig half das auch, aber leider nur kurz… an Schlaf war erst zu denken, als ich der Tablette einen Cola-Rum hinterherschickte. Allerdings dann auch nur unter Schweißausbrüchen und ständigem Hin- und Herwinden. Ich hab mich schon die Hochzeit absagen sehen…

Aber: am nächsten Morgen war ich zwar nicht erholt und wach, aber zumindest schmerzfrei. Nur Michelle war über Nacht in ein anderes Zimmer „ausgewandert“, wie ich feststellen musste. Alkoholgenuss lässt mich halt immer (sehr) laut schnarchen. Wir waren also beide nicht in allerbester Laune!

Doch dann war da plötzlich der Gedanke an Das, was da bevorsteht und die Aufregung meldete sich zu Wort. Frühstücken, Schminken, Frisieren, Anziehen – diese Dinge mussten alle noch erledigt werden, bevor wir um 10:30 Uhr abgeholt werden. Also: rein in die Arbeit und alles andere vergessen. Hat auch ganz gut geklappt. Naja – die meiste Arbeit hatte ja Michelle. Ich musste meist nur stillhalten. Aber wir hatten jede Menge Spaß dabei.

Standesamt – wir kommen – oder auch nicht

Oh Mann, oh mann…

Da sitzt ich in voller Montur, mega aufgeregt auf der Rückbank eines wunderschön geschmückten Autos und werde durch die Stadt kutschiert. Eigenartige Gedanken gehen da durch den Kopf. Und jede Menge Fragen. Und Selbstzweifel. Und Vorfreude. Und Aufregung und irgendwie Alles.

Unser Fahrer hatte dann auch nix anderes zu tun, als seine Macht und Möglichkeit auszunutzen und alle Bewohner Samstag früh aus den Betten zu hupen. Und dabei Spaß zu haben ohne Ende. Das war so ansteckend!

Auch in die Nähe des Standesamtes kamen wir und unsere Hupe ging besonders laut. Nur, dass wir dann noch „zufällig“ eine größere Runde drehten, hat da noch Niemand gewußt. Unser Fahrer hatte an diesem Morgen seinen ganz besonderen Spaß. Es sei ihm von Herzen gegönnt 😉

Die Trauung

Doch irgendwann hatte es dann auch die Braut bis vor die Tore des alten Rathauses geschafft und die Trauung konnte endlich starten. Die Beamtin war sichtlich erleichtert, als wir endlich – auf die Minute genau – auftauchten.

Aber auch sonst war sie ganz bei uns: ihre Rede war sehr einfühlsam und durch vorab übermittelte Infos auch sehr persönlich. Da hatten nicht nur wir und unsere Gäste Tränen in den Augen, sondern auch diese – uns sonst unbekannte – Frau. Total schöööön.

Auch, dass so viele der eingeladenen Gäste dabei waren. Ist schon ein Akt, den man im Kreis derjenigen, die Einem besonders am Herzen liegen, abhalten sollte. Ein paar fehlten leider und natürlich waren wir in Gedanken bei Denen, die nicht bei uns sein konnten. Aus den unterschiedlichsten Gründen.

Aber sie hat das echt toll gemacht und dann waren wir auch plötzlich schon verheiratet. Wie schnell das so geht…

Der Nachmittag und der Abend

Nach der Trauung hat sich unsere Gesellschaft ein wenig aufgelöst und wir haben uns dann erst kurze Zeit später an der Location wieder zusammengefunden.

Zum Baumstamm sägen, Torte essen und einfach nur zusammensitzen, Sonne und das Zusammen sein genießen. Wir sind halt schon alte Leute 😛 Wir wollten ab Anfang an kein großes Tratra und Spiele und einen minutengenauen Ablauf. Wir sind davon ausgegangen, dass auch unsere Gäste alle erwachsen sind und sich durchaus selbst beschäftigen, bzw. unterhalten können.

Das hat auch super geklappt! Unsere recht kleine Truppe mit ca. 20 Mann hatte sichtlich Spaß und auch die bis dahin Unbekannten haben untereinander Anschluß gefunden. Zumindest nach dem, was wir so mitbekommen haben.

Die Location (die ich aus Datenschutzgründen hier nicht weiter namentlich nennen darf) liegt mega günstig: Wassernähe und viel Wald laden zum Spazieren gehen und abschalten ein. Auch das haben unsere Gäste reichlich genutzt. Irgendwer war immer unterwegs. Und das war genau richtig so. Wir wollten niemanden auf seinem Stuhl festnageln oder zwingen, seinen Tag bei uns zu verplämpern.

Das Buffet war mega und genauso, wie vorab abgesprochen. Für Jeden etwas dabei, super anzusehen und total lecker. Wir haben die Reste dann mitbekommen und noch einige Tage davon gelebt. Vor allem von der leckeren Hochzeitstorte.

Einzig der anagierte DJ tat uns leid: als er begann aufzulegen, hatte sich unsere Gruppe noch weiter dezimiert und das Wetter war auch einfach viel zu schön, um drin zu bleiben. Dadurch erwischten wir uns immer wieder, dass drin Musik spielte, wir aber diese draußen vor dem offenen Fenster genossen. Ab und an waren wir aber auch bei ihm und haben getanzt 😉 wenn die Musik gepasst hat. Aber wir haben uns zum Ende ausgiebig bei ihm mit einem zusätzlichen Trinkgeld bedankt und der Abend war für Alle gerettet.

Es war einfach nur ein wundervoller,

mega schöner Tag und Abend…

Genau so, wie wir es uns im Vorfeld erträumt hatten!

Er hat uns einen Vorgeschmack auf das gegeben, was da auf uns wartet

und wir freuen uns darauf,

diesen Weg ab jetzt gemeinsam gehen zu dürfen!